Massage - mehr als nur Berührung
Die Babymassage ist wohltuend und stärkt das Band zwischen Mutter und Kind. So ist eine 15 minütige Massage mehr als nur Streicheln und Berührung. Massagen fördern das Wohlbefinden und wirken sich auch positiv auf die Gesundheit und Entwicklung des Babys aus.
Die Wirkung einer Babymassage
Sanfte Massagen geben dem Baby das Gefühl von Geborgenheit, es fühlt sich sicher. Denn gerade nach der Geburt vermisst das Baby die Nähe aus dem Mutterleib und schreit nach Berührung. Die Haut ist für das Kleine das wichtigste Sinnesorgan. Das Baby ist aufmerksam und neugierig, die Wahrnehmung wird trainiert, das Selbstbewusstsein gestärkt. Durch das Anfassen fühlt sich das Kleine wohl. Das Wohlbefinden sorgt dafür, dass Hormone ausgeschüttet werden, die dafür sorgen, dass das Immunsystem gestärkt wird und eine Stressabwehr statt findet. Das hat zur Folge, dass regelmässig massierte Kinder seltener krank werden und weniger an Allergien leiden. Der leichte Druck regt die Durchblutung an, das Herz-Kreislaufsystem kommt in Schwung. So kommt es zu häufigeren Wachstumsschüben. Auch der Muskelapparat wird durch Massagen beeinflusst. Der Körper produziert ein Eiweiß, dass sich um die Nerven legt und damit die Muskeln stärkt. Haltungsschäden können so reduziert, wenn nicht sogar verhindert werden. Häufig leiden Säuglinge unter Blähungen. Auch hier kann eine leichte Bauchmassage Linderung verschaffen. Massagen werden meist kurz vor dem Schlafen gehen praktiziert. Überschüssige Energie wird abgebaut, das Kleine beruhigt sich, schreit weniger und kann entsprechend besser und länger schlafen. Möchten Sie einen Kurs besuchen, entscheiden Sie sich für einen Vormittagstermin, dann sind die Kleinen ruhiger.
Babymassage - so geht es
Wie auch bei Erwachsenen gibt es verschiedene Anwendungstechniken, ein Baby zu massieren. Mit Massagen beginnen kann man nach ca 3 Wochen, wenn der Nabel komplett abgeheilt ist. Fuß- und Handmassagen sind jedoch auch schon bei Neugeborenen möglich. Das Kleine sollte bei Massagen nackt sein, damit es die Berührungen voll und ganz spürt und geniessen kann. Es sollte satt sein, aber noch nicht ganz müde. Kalkulieren Sie als Eltern Zeit ein und seien Sie entspannt, denn Stress überträgt sich auf das Kleine. Möchte das Kind nicht, zwingen Sie es auch nicht. Kranke Kinder gehören auch nicht massiert. Massagen können ruhig regelmässig statt finden. Beginnen Sie mit einem Ritual und hören Sie mit diesem auch auf. Das Baby erkennt schon nach kurzer Zeit, was kommt und stellt sich auf die Berührungen ein. Sorgen Sie für eine ausreichende Raumtemperatur, denn das Kleine ist nackt und kühlt schnell aus. Waschen Sie sich die Hände mit warmen Wasser. Schöner ist eine Massage, wenn Sie pflanzliches Öle, wie Jojoba-, Mandel-, Kokos-, Calendula-, Oliven- oder Weizenkeimöl, benutzen. Hauptsache es ist kaltgepresst und ungeröstet. Wenn Sie das Öl zwischen Ihren Händen verreiben, wird es schön warm. Beginnen Sie nun mit grossflächigem Kontakt der Hände, das Baby zu streicheln. Üben Sie dabei nur leichten Druck aus und arbeiten Sie symmetrisch.
* Fußmassage
Nehmen Sie ein Füßchen in die Hand und massieren die Fußsohle mit kreisenden Bewegungen. Am angenehmsten ist es, wenn Sie Ihren Daumen benutzen. Achten Sie auf langsame Bewegungen. Wechseln Sie und nehmen nach einiger Zeit den anderen Fuß.
* Handmassage
Bei einer Handmasssage werden die Handflächen mit dem Daumen massiert. Achten Sie auf leichten Druck und kreisende Bewegungen.
* Kopfmassage
Der Kopf ist gerade beim Baby mit Vorsicht zu geniessen, denn die Fontanellen dürfen nicht berührt werden. Streichen Sie also sanft von den Fontanellen zum Kinn. und von der Stirn zu den Schläfen. Gerne dürfen Sie das Gesicht streicheln. Achten Sie auf langsame Bewegungen und ein paar Wiederholungen.
* Brustmassage
Auf die Brust wird kein Druck ausgeübt, Streichen Sie dazu mit den Handflächen immer von der Bauchmitte nach außen.
* Bauchmassage
Da Babys oft unter Blähungen leiden, mögen sie diese Art von Massage besonders gerne. Die Bewegungen werden mit der Handfläche im Uhrzeigersinn kreisend ausgeführt.
* Arme
Halten Sie Babys Arm gestreckt, aber ziehen Sie nicht zu sehr daran. Ihre andere Hand umschliest dann das Ärmchen und streicht zum Körper hin oder vom Körper weg. Streichen Sie zum Körper hin, wirkt es belebend und ist für morgendliche Massagen geeignet. streichen Sie von Körper weg, beruhigt sich das Kind. Diese Art ist eher für abends geeignet.
* Beine
Funktioniert wie die Armmassage.
* Rückenmassage
Legen Sie Ihr Baby auf den Bauch und fangen mit den Schultern an. Diese werden rollend massiert. Streichen Sie nun über den Rücken runter bis zum Po. Die Wirbelsäule sollte nicht direkt massiert werden.
Eine gute Massage dauert ca. 15-20 Minuten.