Ein geeignetes Nest für das Kleine
Ob Kinderbett, Wiege oder Stubenwagen bleibt den Eltern überlassen, Fakt ist jedoch, dass sich die meisten Kinder im grossen Kinderbett verloren fühlen. In diesem Fall sind Stubenwagen oder Wiegen besser geeignet, da das Baby noch an die Enge im Mutterleib gewönht ist. Auch wenn ein Kinderwagen kuschelig und eng ist, er eignet sich nicht als Schlafplatz für die Nacht, sondern nur für kurze Zeit, z.B. für einen Spaziergang.
Egal, wofür Sie sich entscheiden, achten Sie bitte immer auf höchste Sicherheit.
Wer sich für ein Kinderbett entscheidet, kann es dem Baby zuliebe optisch verkleinern, indem Sie Stoff fest um die Gitterstäbe schlingen, dass das Kleine den Stoff nicht mehr lösen kann. durch diese Umrandung fühlt sich der Zwerg geborgen. verwenden Sie jedoch keine Kissen oder ähnliches als Nestchen. Bei solchen Aktionen ist immer höchste Vorsicht geboten, denn löst sich das Kissen, könnte es das Baby unter sich begraben. Das Kleine kann zwar den Kopf drehen, das Kissen jedoch nicht zur Seite schieben. Liegt das Nestchen oder Kissen im Weg, kann das Baby ersticken.
Die Stoffumrandung sollte nach ein paar Wochen entfernt werden. Das Kleine hat sich dann an das Bettchen gewöhnt und möchte nun durch die Gitterstäbe schauen und am Familienleben teilnehmen. Manche Eltern kommen auf die Idee, die Gitterstäbe mit Plaxiglas zu verkleiden. Auch wenn das Baby dann schauen kann, die Luft kann nicht zirkulieren, was sich negativ auf die Atmung auswirkt. Die Gitterstäbe sollten einen Mindestabstand von 6 cm haben, höchstens aber 7,5 cm auseinander liegen, damit der Zwerg nicht den Kopf durchstecken kann und fest steckt. Herausnehmbare Gitter ist gut, dann kann das Kind, wenn es älter ist, selbstständig ins Bett krabbeln und auch wieder aufstehen. Das verhindert gefährliche Kletteraktionen über das Gitter.
Ganz besonders praktisch sind Kinderbetten, die mitwachsen. Fungieren sie zunächst als Babybett, kann man sich später mit wenigen Handgriffen zu einem Kinderbett umrüsten. Toll ist es, wenn die Schlafgelegenheit feststellbare Rollen hat. So kann das Baby samt Bett bei den Eltern sein, wenn es besonders unruhig ist, ist viel Trubel und ganz viel los, kann man das Bett ohne weiteres in einen anderen Raum schieben. Grundvoraussetzung ist ein stabiles Bett, denn auch kleine Babys werden mit der Zeit agiler und fangen an zu toben.
Egal ob aus Holz oder aus Kunststoff, achten Sie beim Kauf auf ein Schadstoff freies Modell. Auskünft über die Beschaffenheit des Bettes geben TÜV-Plakette, GS Siegel und das DIN -Zeichen, worauf Sie unbedingt achten sollten.
Bettwäsche und Co
Gerade was Matratzen und Bettwäsche betrifft, gibt es grösse Mengen in allen möglichen Varianten und Farben auf dem Babymarkt zu erwerben. Manchen Eltern juckt es da schon in den Fingern, doch trotz vieler Reize sollte sie Sicherheit und das Wohl des Babys über Allem stehen.
Die Matratze
Eine geeignete Matraze darf nicht zu hart und nicht zu weich sein und keine Mulden aufweisen, um die noch weichen Gelenke des Babys zu schonen. Die Matratze muss passgenau in das Bett oder in die andere Schlafgelegenheit passen, um ein Verrutschen zu vermmeiden. Um die Matratze vor Schweiss und Urin zu schützen, bietet der Fachhandel luftdurchlässige aber dennoch weiche und wasserfeste Unterlagen an. Unter die Matte wird dann ein Spannbetttuch gelegt und besfestigt. Dieses sollte aus Biber, Frottee oder Leinen und bei 60°C waschbar sein.
Die Bettwäsche
Normalerweise benötigen Babys im ersten Lebensjahr keine Bettwäsche ausser Spannbetttücher und Schlafsäcke. Entscheidet man sich später für BEttwäsche hat man die Qual der Wahl, denn gerade Kinderbettwäsche gibt es in allen Farben. Klar sind knallbonbon-farbene Decken und Kissen der Renner im Kinderzimmer, sie haben allerdings den Nachteil, dass sie nur bei 30°C waschbar sind und sehr leicht auf die übrige Wäsche abfärben. Daher eignen sich helle Leinen- oder Baumwollbezüge besser. Egal ob Kleidung, Bettwäsche oder Schlafsack, waschen Sie alles vor dem Gebrauch auf höchst zulässiger Temperatur und spülen es gut durch, damit das Risiko des Farbe verlierens verringert wird.
Im Bett des Kleinen haben also weder Tücher, lose Kissen und Decken noch Kuscheltiere was zu suchen. Diese könnten über das Köpfchen rutschen, das Baby kann sich noch nicht selbst befreien und kann im schlimmsten Fall ersticken. Das Kleine schläft am Besten bei einer Raumtemperatur von 18°C im Schlafsack. Dieser sollte genau passen, damit es nicht reinrutschen kann und es so zu Atemproblemen kommen kann. Um schnell an das Kind zu kommen, zum Beispiel zum Wickeln gibt es auch bei Schlafsäcken eine grosse Auswahl und Variationen wie geknöpft oder mit reißverschluss zu schliessen, warm gefüttert für den Winter oder auch aus leichtem Stoff für heisse Sommertage.
Wohin mit dem Bettchen
Die meisten Familien bevorzugen vor allem in der Anfangszeit die Unterbringung des Zwerges im elterlichen Schlafzimmer. Die Mutter muss so nachts nicht weit laufen und bekommt jeden Mucks des Babys mit und das Kleine beruhigt sich schneller, wenn es weiss, das Mama und Papa in der Nähe sind.
Auch wenn gerade unter diesen Aspekten einige Eltern auf die Idee kommen, den Nachwuchs ins Ehebett zu nehmen, diese Idee sollten Sie besser wieder vergessen. Nicht nur die Unfallgefahr wächst, auch die Möglichkeit der Überhitzung des Babys besteht, denn es kann den Wärmehaushalt des eigenen Körpers noch nicht so gut regulieren.
Das Bettchen des Babys sollte von allen Seiten gut zugänglich sein, damit das Baby nicht unbedingt den Kopf drehen muss, wenn jemand kommt und mit ihm spricht.
Achten Sie darauf, dass das Baby in seinem Bettchen sicher ist. Das bedeutet, dass Sie auf Nestchen und Kuscheltiere verzichten sollten, aber auch sicher stellen, dass keine Kabel und Schnüre in unmittelbarer Nähe sind, womit sich das Baby strangulieren könnte. Achten Sie auch darauf, dass keine spitzen Gegenstände, wie z.B. Schrauben des Bettes, das Kleine verletzen können.
Schlafen gehen bedeutet für Babys eine schlimme Trennung von Mutter und Vater.
Die Dunkelheit macht ihnen Angst. Um das Kleine zu beruhigen, installieren Sie in der Nähe ein kleines Nachtlicht. Es hilft dem Baby beim Einschlafen und lässt Sie in der Dunkelheit nicht unbeholfen umher tapsen.
So liegt das Baby sicher und bequem
Da die Kleinen, und besonders Neugeborene, sich noch nicht von alleine drehen können, um sich bequem hinzulegen, ist es darauf angewiesen, dass die Mutter es behutsam und bequem bettet. Während früher die Bauchlage üblich war, weiss man heutzutage, dass die Rückenlage sicherer ist.
Die Bauchlage fördert zwar die Aktivität des Babys, weil es sich leichter hochstrecken kann und auch auch das Köpfchen hebt, allerdings ist die Bauchlage auch ein nachgewiesener Grund für den plötzlichen Kindstod. Das Kleine ist zwar in der Lage, den Kopf zur Seite zu drehen, trotzdem kann die Atmung behindert werden. Grundsätzlich ist es von Vorteil, wenn das Kleine auch mal ab und zu auf dem BAuch liegt, aber bitte nur dann, wenn sie dabei sind und ein Auge auf den Zwerg haben.
Eine gute und gesündere Alternative ist die Rückenlage. Hier kann der Rücken mit zusammengerollten Handtüchern an den Seiten gestützt werden. Diese müssen aber gut befestigt werden, dass das Kind sie nicht lösen kann.
Dreht das Kleine immer den Kopf nur zu einer bestimmten Seite, fragen Sie besser den Arzt. Er untersucht, ob Haltungsschäden auftreten. Ebenfalls sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn das Baby krank ist oder viel spuckt. In dem Fall sollte es in eine andere Liegeposition gelegt werden.